Im Herzen Grün.

Karoline Linnert - Im Herzen Grün.

Mein Lieblingsplatz in Bremen
Unsere Parzelle, wo ich abschalten kann. Johannisbeeren vom Strauch essen, Jasmin riechen, der Mosaikjungfer nachblicken, nachts quakende Frösche und fliegende Fledermäuse erleben. Zur Ruhe kommen, in der Erde wühlen, an Zweigen rumschneiden oder alles mal einfach so lassen.

Lesebotschafterin in Tenever
Schon als Kind habe ich gern gelesen. Diese Begeisterung für Bücher möchte ich als Lesebotschafterin an Kinder weitergeben. Seit über zehn Jahren bin ich an der Schule Andernacher Straße in Tenever Lesebotschafterin. Gegenseitig stellen wir uns unsere Lieblingsbücher vor. Es ist eine Freude zu beobachten, wie das Lesen die Kreativität und Fantasie der Kinder anregt.

Freie Zeit genießen
In meiner Freizeit bin ich im Garten, spiele Doppelkopf mit Freundinnen und Freunden, lese oder mache mal gar nichts.

Atomkraft Nein DankeKaroline Linnert - Grüne der ersten Stunde.
Als Grüne der ersten Stunde habe ich so manches Wochenende mit Anti-AKW-Demos verbracht: Brokdorf, Grohnde, Biblis und Lingen und natürlich immer wieder Gorleben. Wenn ich daran zurückdenke, bin ich stolz darauf, dass wir damals so weitsichtig, hartnäckig und kreativ gewesen sind. Und wir hatten Recht. Die Nutzung der Atomkraft ist der Gipfel menschlichen Größenwahns. Spätestens nach dem Skandal um die Asse und die Katastrophe in Fukushima sollte das auch der letzte begriffen haben.

Für unsere natürlichen Lebensgrundlagen
Der Schutz von Luft, Wasser und Boden und der Erhalt der Artenvielfalt sind die Grundlagen grünen Denkens. Menschen sind nicht die Herren der Erde, auch wenn wir uns so aufführen. Auch im eigenen Interesse müssen wir uns darum bemühen nicht gegen, sondern mit der Natur zu leben. Bremen und Bremerhaven werden vom Anstieg des Meeresspiegels, ausgelöst durch den Klimawandel, stark betroffen sein. Deshalb sind Maßnahmen zum Klimaschutz wie Ausbau des ÖPNV, energetische Sanierung unserer Gebäude und natürlich das Setzen auf Windkraft so wichtig.
Uns ist nicht egal, was wir essen. Massentierhaltung, Antibiotikaeinsatz, Überdüngung der Böden und Pestizideinsatz müssen wir beenden. Lebensmittel aus regionalem Anbau in Bioqualität sind lecker und frisch, gut für die CO2-Bilanz und oft aus mittelständischen Betrieben.

Für eine soziale Gesellschaft
Gerechtigkeit – seit ich politisch denke, ist das meine Triebfeder. „Jeder schuldet jedem die Anerkennung als Gleicher“, dieser Satz von Jens Reich kann nur gelebt werden, wenn alle zum Gemeinwohl beitragen und füreinander einstehen: Gut Verdienende für Arme, Gesunde für Kranke, Junge Menschen für Kinder und alte Menschen.
Deshalb: Ja zum Mindestlohn, zum sozialen Wohnungsbau. Deshalb gute Bedingungen in Kindergärten und Schulen. Deshalb kostenloses Mittagessen für arme Kinder, das verbilligte Stadtticket für Bus und Bahn und das Kulturticket. Deshalb kauft Bremen Produkte aus fairem Handel und  fairer Produktion.
Mehr Gerechtigkeit lässt sich nur global herstellen. Die Ausbeutung der Rohstoffe der Entwicklungsländer für den westlichen Wohlstand, abgeholzte Regenwälder für die Fleischproduktion und leer gefischte Meere sind die brutalen Auswirkungen eines Marktes, der sich die Schwäche vieler Staaten zunutze macht. Wir müssen hier dazu beitragen, dass das aufhört.

Bremen und Bremerhaven sind bunt
Hier leben Menschen unterschiedlichster Herkunft, Sprache, Religion. Das ist gut so. Grünes Leitbild ist eine Gesellschaft, die diese Vielfalt schätzt. Rassismus, Islamophobie, Antisemitismus und Diskriminierung haben bei Grünen keinen Platz. Flüchtlinge sind in Bremen und Bremerhaven willkommen! Ihre schnelle Integration ist uns wichtig. Ich bin froh über die große Hilfsbereitschaft und das vielfältige ehrenamtliche Engagement, die für eine gelungene Integration unabdingbar sind.